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Arm im Studium: Warum das BAföG nicht mehr zum Leben reicht

Symbolfoto: Gemini KI generiert (c) TBF · Text: (TBF/Freywald · Eine neue Studie zeigt alarmierende Zahlen zur finanziellen Lage von Studierenden in Deutschland. Mehr als jede dritte studierende Person ist hierzulande aktuell von Armut betroffen, da das BAföG nicht mit den steigenden Lebenshaltungskosten schritthält.

Diese Bilanz zieht die neue Kurzexpertise „Arm im Studium – Einkommen, Wohnkosten und Bedarfssätze im Realitätscheck“. Veröffentlicht wurde die Untersuchung von der Paritätischen Forschungsstelle, dem Paritätischen Gesamtverband und dem Deutschen Studierendenwerk.

Besonders dramatisch ist die Situation für Studierende, die alleine leben. In dieser Gruppe liegt die Armutsquote bei erschreckenden 82,4 Prozent. Das sind mehr als fünfmal so viele Betroffene wie in der restlichen Gesamtbevölkerung.

Die Wohnkosten fressen dabei den größten Teil des verfügbaren Budgets auf. Im Median müssen alleinlebende Studierende fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für das Wohnen aufbringen.

Der Paritätische Gesamtverband und das Deutsche Studierendenwerk fordern angesichts dieser Ergebnisse eine schnelle politische Kehrtwende. Die aktuellen BAföG-Bedarfssätze müssen dringend angehoben und an die reale Preisentwicklung angepasst werden.
Die Wohnkostenpauschale im BAföG spiegelt die echte Mietbelastung in den meisten Universitätsstädten schon lange nicht mehr wider. Ohne eine grundlegende Reform droht das Studium in Deutschland wieder zu einer reinen Frage des elterlichen Geldbeutels zu werden.