BlueMind: Eine Mailbox-Migration ist noch kein vollständiger Exchange-Ausstieg
Symbolfoto: Gemini KI generiert (c) TBF · Microsoft Exchange Throttling: Warum die Cloud-Migration oft nicht das Ende von On-Premises bedeutet. Microsoft verschärft die Daumenschrauben für ältere, lokale E-Mail-Systeme. Seit der zweiten Septemberwoche 2026 werden Exchange-2016- und Exchange-2019-Server, die nicht auf dem aktuellen Update-Stand von Oktober 2025 sind, beim Mailversand an Exchange Online gedrosselt und schrittweise blockiert. Betroffen sind vor allem Unternehmen, die eine hybride Infrastruktur nutzen. David Voisin, DACH Country Manager von BlueMind, warnt in diesem Zusammenhang vor einem weit verbreiteten Irrglauben: Das bloße Verschieben von Postfächern in die Cloud bedeutet noch lange nicht, dass die lokale Exchange-Infrastruktur vollständig abgeschafft ist.
Auch nach einer vermeintlich erfolgreichen Migration in die Cloud bleiben lokale Exchange-Komponenten im Hintergrund oft aktiv. Sie werden weiterhin für die Empfängerverwaltung, das Mailrouting, als SMTP-Relays oder für die Anbindung interner Anwendungen benötigt. Bei Teilmigrationen sind diese technischen Abhängigkeiten sogar noch ausgeprägter. Solange diese lokalen Server laufen, müssen sie jedoch zwingend gewartet werden.Da der reguläre Support für Exchange 2016 und 2019 bereits im Oktober 2025 endete, drohen Unternehmen nun ungeplante Zusatzkosten durch teure Sicherheitsupdates oder den erzwungenen Umstieg auf neuere Editionen.
Die aktuelle Drosselung durch Microsoft sollte für Firmen der Anlass sein, ihre gesamte Mailarchitektur gründlich zu überprüfen. Es gilt zu klären, welche lokalen Abhängigkeiten tatsächlich noch bestehen, welche Kosten deren Absicherung verursacht und ob das Gesamtsystem noch wirtschaftlich und sicher ist.
Eine solche Bestandsaufnahme kann dazu führen, die Microsoft-Architektur zu modernisieren. Sie bietet aber auch die Chance, über unabhängige, souveräne Alternativen für die digitale Zusammenarbeit nachzudenken, ohne dabei die etablierten Arbeitsabläufe der Mitarbeiter zu stören.
Eine solche Bestandsaufnahme kann dazu führen, die Microsoft-Architektur zu modernisieren. Sie bietet aber auch die Chance, über unabhängige, souveräne Alternativen für die digitale Zusammenarbeit nachzudenken, ohne dabei die etablierten Arbeitsabläufe der Mitarbeiter zu stören.
Über BlueMind
BlueMind ist ein europäischer Softwareanbieter für souveräne, kollaborative E-Mail-Kommunikation mit Sitz im französischen Toulouse, verbindet E-Mail, Kalender, Kontakte und weitere Collaboration-Funktionen und ist nativ mit Microsoft Outlook kompatibel. BlueMind wird von mehr als 500 Organisationen eingesetzt, darunter Unternehmen und Einrichtungen des öffentlichen Sektors. Das Unternehmen engagiert sich in verschiedenen französischen und europäischen Open-Source-Organisationen und ist in Deutschland Mitglied der Open Source Business Alliance.
