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Die Glücksfischer: Familien-Strandtag mit Spanferkel

Zum Ende der Schulferien in Schleswig-Holstein bat der gemeinnützige Verein Die Glücksfischer e.V. aus Lübeck Kinder und Jugendliche von 10-16 Jahren nebst Familien zu einem Angeln vom Strand und vom Kleinboot.1. Vorsitzender des Vereins, Andreas Hardt, hat die Email-Anmeldungen bearbeitet und berichtet: „Die Anzahl Bewerbungen um Teilnahme an dem Event war riesig. Wir mussten losen. Und so kamen die glücklichen Gewinner nicht nur aus der Region, sondern von Neumünster über Hamburg bis Berlin.“

Die Veranstaltung fand am Eitz, einem Strandabschnitt mit Steilküste zwischen Weissenhaus und Hohwacht, statt. Dort ist der Eitzer Sportfischerverein beheimatet. Vorsitzender ist Markus Schwarz, er erklärt zu seinem Verein: „Der Eitzer SV ist ein Verein für Bootsangler. Wir haben am Eitz ein eigenes Pachtgelände. Die Boote sind Strandlieger und werden zur Ausfahrt auf die Ostsee ins Wasser getrailert.“

Das Ziel der Veranstaltung beschreibt Maik Weihrauch, 2. Vorsitzender im Verein Die Glücksfischer e.V.: „Unser diesem Event zugrundeliegender Gedanke besteht darin, Familien aus der Wohnung heraus und in die Ostseenatur zu begleiten. Gemeinsam an den Strand ist das Motto, gemeinsam Wind und Welle erleben. Gerade am Strand ist zudem anglerisch immer etwas los, Plattfische sind auch tagsüber küstennah gut zu fangen.“

Markus Schwarz vom Eitzer SV ergänzt: „Und mit einem kleinen Boot auf die Ostsee hinaus zu fahren ist gerade für Kinder und Jugendliche außerordentlich spannend. Denn nun kommen zu Plattfischen noch Makrele, Hornhecht und Meerforelle hinzu.“

Und so trafen sich Mitte August über 80 Teilnehmer am Eitzer Strand. Wattwürmer und andere Köder haben die Glücksfischer gestellt. Unmittelbar zu Beginn wurden erst einmal die von den Vereinen mitgebrachten Brandungsruten am Strand ausgeworfen. Danach versuchten einige Teilnehmer trotz starken Windes und anlaufender Wellen ihr Glück beim Bootsangeln. Das wurde zu einer schaukeligen Angelegenheit. Trotzdem konnten die Bootsangler erste Plattfische und Grundeln an Bord holen.

Die im Laufe des Vormittags immer höheren Wellen verhinderten zur späten Mittagszeit weitere Ausfahrten. Zugleich kamen indessen die Fische näher an den Strand. Denn die Wellen wirbelten Nahrung hoch. Den Brandungsanglern glückten nun immer mehr Plattfischfänge.

Einige Jungangler mochten den Angelplatz zum Mittagessen garnicht verlassen. Doch der von den Glücksfischern spendierte Spanferkelbraten mit Salaten und selbst gebackenen Landbroten lockte schließlich alle an.

Der 13jährige Julian ist stolz auf seinen Fang und meint: „Das war echt obercool. Das hat richtig Spaß gemacht. Ich weiß jetzt schon, was ich im Aufsatz zu meinem schönsten Ferienerlebnis schreiben werde.“
Er nickt, will gehen, dreht aber noch einmal um und strahlt über das ganze Gesicht: „Am Coolsten ist, dass Papa richtig heiß ist. Er will jetzt auch unbedingt Angler werden. Er hat schon nach einem Kurs für die Anglerprüfung gegoogelt. Das finde ich richtig super.“