Kultur

Fabian Monasterios kehrt an den Kalkberg zurück

Publikumsliebling kämpft an der Seite von Winnetou und Old Shatterhand

Bad Segeberg. Der Hamburger Schauspieler Fabian Monasterios kehrt an den Kalkberg zurück. Er übernimmt in der neuen Inszenierung „Im Tal des Todes“ die Rolle des deutschen Aristokraten Martin von Adlerhorst. Der ursprünglich vorgesehene Alexander Milz scheidet aus gesundheitlichen Gründen aus der Produktion aus.

Fabian Monasterios ist in Bad Segeberg ein bekanntes Gesicht. Seit 2012 gehörte er achtmal zum Ensemble. Die Karl-May-Spiele wissen seine Wandlungsfähigkeit zu schätzen. Er spielte einen Gangster an der Seite von Christian Kohlund, verkörperte einen mexikanischen Falschspieler, kämpfte als Häuptling mit und gegen Winnetou, intrigierte als falscher Priester und schacherte als spanischer Waffenschieber.

Nun freut er sich, nach dreijähriger Pause wieder im Wilden Westen am Kalkberg mitmischen zu können. Als Martin von Adlerhorst kämpft er mit Winnetou (Alexander Klaws) und Old Shatterhand (Bastian Semm) gegen den eiskalten Geschäftemacher Roulin (Florian Fitz) und die intrigante Señorita Miranda (Isabel Varell). Außerdem bildet seine Liebe zur geheimnisvollen Paloma Nakana (Inés Cihal) den romantischen Kern der Geschichte. Weiterhin erlebt das Publikum den skurrilen Westmann Sam Hawkens (Volker Zack), den kriegerischen Häuptling Eiserner Pfeil (Joshy Peters), den mexikanischen Desperado Juanito Alfarez (Sascha Hödl) und den stressgeplagten Anwalt Don Fernando (Alexis Kara), der seine liebe Not mit dem extrovertierten Briten Sir John Raffley (Heinrich Schafmeister) vom Traveller’s Club London hat.

„Wir hatten uns sehr auf die Mitwirkung von Alexander Milz gefreut, denn er bringt alles mit, was man auf unserer Bühne braucht“, sagt Karl-May-Geschäftsführerin Ute Thienel. „Leider sollte es nun aus gesundheitlichen Gründen nicht sein. Wir wünschen ihm alles Gute.“ Auch der Schauspieler selbst bedauert, dass er nun doch nicht am Kalkberg mitwirken kann: „Ich habe unfassbar auf dieses Abenteuer hingefiebert und hätte wirklich alles dafür gegeben. Es ist unglaublich bitter, aber so kommt es leider manchmal im Leben. Ich wünsche meinen Schauspielkollegen einen tollen Sommer.“

 

Das Stück „Im Tal des Todes“ läuft vom 27. Juni bis zum 6. September. Es stehen
72 Vorstellungen auf dem Programm, die donnerstags bis samstags um 15 und 20 Uhr und sonntags um 15 Uhr beginnen. Nähere Informationen auf www.karl-may-spiele.de.

Fabian Monasterios als „Martin von Adlerhorst“

Wenn Blicke töten könnten, hätte so mancher von Fabian Monasterios‘ Gegenspielern am Kalkberg sein Leben ruckzuck ausgehaucht: Der Hamburger kann Schurkenrollen eine so hinreißende Intensität verleihen, dass es die pure Freude ist. Als Martin von Adlerhorst steht Fabian Monasterios diesmal jedoch auf Seiten der Guten.

Seit 2012 hat Fabian Monasterios schon acht Sommer in Bad Segeberg verbracht und dabei vom spanischen Waffenschieber über den hinterhältigen Gangsterboss bis hin zum sympathischen Büchsenmacher und mexikanischen Falschspieler so ziemlich alles gespielt – und sogar heißblütige Tänze hingelegt.

Am Hamburger Ohnsorg-Theater sah man ihn in „Romeo und Julia“ und „Champagner to’n Fröhstück“ – natürlich „op Platt“. Und mit der satirischen Komödie „Extrawurst“, in der er den türkischen Tenniscrack Erol spielt, räumte das Ohnsorg den renommierten Monica-Bleibtreu-Preis ab – und der NDR bat umgehend zur TV-Aufzeichnung.

Einige Jahre war er festes Ensemblemitglied an der Landesbühne Niedersachsen. Für das Fernsehen drehte er „Die Rettungsflieger“, „Alarm für Cobra 11 – die Autobahnpolizei” und „Der Mungo“. Neben der Schauspielerei hat Fabian Monasterios noch eine weitere Leidenschaft: Er studiert die japanische Sprache. Er beherrscht sie bereits so gut, dass er in einem japanischen Kurzfilm einen Kulturattaché spielte.

Foto: Christoph Mannhardt

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