Finanz-Tip Redaktion: Das wird 2026 wichtig für Dein Geld
Finanz-Tip Redaktion, kürzlich haben wir für Dich die wichtigsten Finanzthemen in 2025 gesammelt und Dir einen Ausblick gegeben, was 2026 relevant bleibt. So kannst Du Deine Finanzen fürs neue Jahr besser planen und bist auf Veränderungen bei Gesundheitskosten, Energie, Zinsen & Co. vorbereitet.Heute wird es ergänzend dazu ganz konkret: Wir fassen für Dich in diesem Spezial die sieben wichtigsten Änderungen für 2026 zusammen, die teilweise direkt ab dem 1. Januar gelten.
1. Sozialabgaben
Wenn Du gut verdienst, musst Du 2026 mehr Sozialabgaben zahlen: Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steigt deutschlandweit von 96.600 € brutto (bzw. 8.050 €/Monat) auf 101.400 € (8.450 €/Monat). Erst ab dieser Grenze musst Du keine weiteren Beiträge zur Rente mehr zahlen, wenn Du mehr verdienst.
Auch in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gibt es so eine Grenze. Sie steigt 2026 von 66.150 € brutto pro Jahr auf 69.750 €.
Außerdem steigt die Versicherungspflichtgrenze von 73.800 € auf 77.400 € brutto pro Jahr. Verdienst Du oberhalb dieser Grenze, kannst Du in die private Krankenversicherung wechseln.
2. Steuern auf Dein Gehalt
Andererseits steigt 2026 der Grundfreibetrag auf 12.348 €, bisher liegt er bei 12.096 €. Das ist die Summe, bis zu der Dein Einkommen steuerfrei ist. Für Ehepaare gilt immer der doppelte Grundfreibetrag – 2026 also 24.696 €. Unser Ratgeber gibt Dir einen Überblick zu den Freibeträgen.
Und auch der Spitzensteuersatz steigt, er wird erst ab 69.879 € fällig (2025: 68.481 €).
3. Steuern auf ETFs
Wenn Dein ETF oder Investmentfonds 2025 Gewinn gemacht hat, musst Du im Januar 2026 auf einen Teil davon Steuern zahlen. Das wird mit der Vorabpauschale berechnet, im Januar 2026 sind es pro 10.000 € Fondsvolumen maximal 51 € Steuern, bei Aktien-ETFs nur maximal 36 €.
Achte deshalb darauf, dass im Januar entweder genügend Geld auf Deinem Verrechnungskonto liegt oder Dein Freistellungsauftrag ausreicht, um die Vorabpauschale abzudecken. Beides kannst Du bequem mit unserem Vorabpauschalen-Rechner ausrechnen.
4. Steuererklärung
Du musst für 2025 eine Steuererklärung abgeben? Dann hast Du dafür bis zum 31. Juli 2026 Zeit. In vielen Bundesländern ist das mitten in den Ferien, leg deshalb rechtzeitig los.
5. Freibeträge und Pauschalen
Der Kinderfreibetrag steigt auf 9.756 € (2025: 9.600 €). Außerdem gibt es mehr Kindergeld – monatlich 259 € pro Kind statt bisher 255 €.
Kinderbetreuungskosten kannst Du auch weiterhin als Sonderausgaben geltend machen. Seit letztem Jahr darfst Du 80 % und max. 4.800 € pro Jahr und Kind absetzen.
Der gesetzliche Mindestlohn wird zum 1. Januar 2026 deutlich angehoben – von 12,82 € auf 13,90 € pro Stunde. Parallel dazu steigt auch die Verdienstgrenze für Minijobs: Du darfst bis zu 603 € im Monat verdienen, ohne sozialversicherungs- und steuerpflichtig zu werden. 2025 lag die Grenze noch bei 556 €.
Ab 2026 beträgt die Pendlerpauschale einheitlich 38 ct pro Kilometer – und zwar bereits ab dem ersten Kilometer. Damit entfällt die bisherige Unterscheidung zwischen den ersten 20 Kilometern (30 ct) und allen weiteren.
Die Übungsleiterpauschale steigt um 300 € auf 3.300 € pro Jahr, die Ehrenamtspauschale von 840 auf 960 €. Wer nebenbei in Vereinen, Schulen oder sozialen Einrichtungen aktiv ist, kann damit mehr steuerfrei dazuverdienen.
Die Mehrwertsteuer für Essen, das Du im Restaurant isst, sinkt von 19 auf 7 %. Damit gilt jetzt der gleiche Steuersatz wie für Außerhausbestellungen – Getränke bleiben weiterhin bei 19 %.
6. Aktivrente
2026 kommt die neue Aktivrente, mit der Du im Ruhestand bis zu 2.000 € im Monat steuerfrei verdienen darfst. Also insgesamt 24.000 € im Jahr. Das Ganze gilt sofort bei der Gehaltsabrechnung, nicht erst durch eine Steuererklärung.
Wichtig und gut für Dich: Für die Aktivrente gilt kein sogenannter Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass Dein Einkommen aus diesem Zuverdienst nicht mitzählt, wenn es darum geht, wie hoch Dein Steuersatz insgesamt ausfällt. Dafür sind nur Deine Einnahmen über 2.000 € pro Monat hinaus relevant, z. B. weiteres Einkommen oder eben Deine gesetzliche Rente.
7. Neue EU-Kreditregeln
Ab 20. November 2026 müssen Banken & Co. die neuen Regeln zur Umsetzung der EU-Verbraucherkredit-Richtlinie beachten und verständlicher über Kosten, Risiken und Rückzahlung informieren.
Auch Buy Now, Pay Later und Kleinkredite unter 200 € werden reguliert. Um Überschuldung grundsätzlich einzudämmen, dürfen Kredite künftig nur noch nach einer Bonitätsprüfung vergeben werden.
