Laschet: „Wir müssen die AfD in vielen Dingen fair behandeln“
Der frühere CDU-Chef Armin Laschet hat einen möglichen Ausschluss eines AfD-Ministerpräsidenten vom Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz als „brachialen Vorgang“ kritisiert. Ein solcher Schritt verstärke den Eindruck, dass demokratische Wahlergebnisse nicht akzeptiert würden, sagte er in der ARD-Talkshow „Caren Miosga“. Auch finanzielle Mittel dürften einem AfD-regierten Land nicht entzogen werden.
Laschet erklärte zudem, die bisherige Ausgrenzungsstrategie sei gescheitert: „Das ist eine Brandmauer, die nicht funktioniert hat.“ Die AfD müsse entsprechend ihrem Wahlergebnis beteiligt werden. Andernfalls könne sie mit dem Vorwurf, „nicht fair behandelt“ zu werden, weitere Wähler gewinnen. Eine Koalition mit der AfD lehnte Laschet dennoch aus politischen Gründen ab.
