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Lübeck: Demokratische Partizipation: 18 neue Kita-Fachkräfte ausgezeichnet

Beteiligung in Kita und Grundschule für Landesverwaltung und Hansestadt Lübeck von großer Bedeutung. Fachkräfte aus Kindertagesstätten (Kitas) und Grundschulen in Schleswig-Holstein bilden sich gemeinsam weiter, um das Recht auf Beteiligung von Kindern in Kita und Grundschule umzusetzen. Zwei Pilotprojekte unterstreichen die umfassenden Bemühungen des Landes Schleswig-Holstein und der Hansestadt Lübeck, Kinderrechte sowie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen institutionell zu verankern.

Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung in der Lübecker Hanseschule haben am 13. Februar2026 die Teilnehmenden der Weiterbildung zur Fachkraft „Demokratische Partizipation in der Kita“ 2025/26 ihre Projekte vorgestellt und damit die Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen. Monika Frank, Senatorin für Kultur und Bildung der Hansestadt Lübeck, begrüßte die Teilnehmenden.

Silke Schmidt von der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Schleswig-Holstein im Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein überreichte gemeinsam mit dem Institut für Partizipation und Bildung (IPB) sowie den kooperierenden Trägern die Zertifikate an die 18 Absolventen.

Senatorin Monika Frank hob die Bedeutung der Qualifizierung hervor: „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie zu schützen und zu erhalten, ist von höchster Bedeutung. Unser demokratisches Grundverständnis kindgerecht in den Alltag von Kita und Grundschule einfließen zu lassen, ist eine wichtige Grundlage für die Zukunft unserer Gesellschaft. Die neuen Fachkräfte für Demokratische Partizipation übernehmen hierbei eine zentrale Aufgabe – dafür danke ich ihnen ausdrücklich.“

Enge Zusammenarbeit zwischen Land und Hansestadt bei Qualifizierung in Kinder- und Jugendbeteiligung
Ergänzend zur Weiterbildung „Demokratische Partizipation in der Kita“ fand im vergangenen Jahr für Mitarbeitende aus Grundschulen mit Ganztagsangebot die Fortbildung „Kinder- und Jugendbeteiligung an der Schule“ statt. Im Sinne eines gelingenden Übergangs von der Kita in die Schule wurde ein Austauschformat zwischen den angehenden Fachkräften beider Bereiche umgesetzt. Dabei standen die Partizipationserfahrungen der Kinder im Mittelpunkt. Das Austauschformat wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem Land Schleswig-Holstein und der Hansestadt Lübeck organisiert.

Mit dem nun auslaufenden Qualifizierungsangebot wurde das Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen und evaluiert. Auf dieser Grundlage ist vorgesehen, das Angebot in den kommenden Jahren in weiteren Regionen sowie mit zusätzlichen Kita-Trägern fortzuführen. Für 2026 ist ein zweiter Durchgang im Raum Kiel geplant.

Die Qualifizierung zur Fachkraft für Demokratische Partizipation in der Kita war ein Kooperationsprojekt der Kita-Träger Hansestadt Lübeck, AWO-Landesverband Schleswig-Holstein e. V., Arbeiter-Samariter-Bund Schleswig-Holstein e. V. sowie des Kinderschutzbundes Ortsverband Lübeck in Zusammenarbeit mit dem Institut für Partizipation und Bildung e. V. (Kiel).
Kinderstube der Demokratie: ein erprobtes Fortbildungskonzept.

Die Qualifizierung zur Fachkraft für Demokratische Partizipation in der Kita fand im Zeitraum von April 2025 bis Februar 2026 statt und basiert auf dem Konzept „Die Kinderstube der Demokratie“. Dieses seit über 20 Jahren erprobte Praxis- und Fortbildungskonzept unterstützt Fachkräfte dabei, ihr methodisches Handwerkszeug auszubauen und in ihren Teams eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Partizipation im pädagogischen Alltag zu übernehmen.

Bereits in den Jahren 2008 und 2012 hat das Land Schleswig-Holstein groß angelegte Multiplikator:innen-Qualifizierungen durchgeführt – ebenfalls in Kooperation mit dem Institut für Partizipation und Bildung und auf Grundlage des Konzepts „Die Kinderstube der Demokratie“.

Das Projekt wurde gefördert durch das Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein sowie durch das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW).