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RathausForum: Wie Lübeck seine Krisenvorsorge weiter stärken kann

Bild: Gemini KI generiert_(c) TBF ·

Wie sicher sind Trinkwasser- und Energieversorgung? Wie bleiben Kommunikationswege in einer Krisensituation funktionsfähig? Und wie arbeiten die verantwortlichen Stellen zusammen, wenn eine größere Schadenslage eintritt?
Beim RathausForum „Innere Sicherheit und Zivilschutz – Herausforderungen, Verantwortung und Perspektiven“ der CDUBürgerschaftsfraktion wurde deutlich: Eine wirksame Krisenvorsorge beginnt lange vor dem Ernstfall – und stellt auch Lübeck vor konkrete Aufgaben.Für den sicherheitspolitischen Sprecher, Jochen Mauritz, ergibt sich daraus ein klarer Auftrag: „Trinkwasser, Energie und funktionierende Kommunikationswege gehören zu den Grundlagen unseres täglichen Lebens. Wir müssen deshalb genau wissen, wo unsere besonders sensiblen Strukturen liegen, welche Verantwortung die Stadt selbst trägt und wo wir auf die
Unterstützung von Land und Bund angewiesen sind. Entscheidend ist, Zuständigkeiten und Abläufe vor einer Krise zu klären und die beteiligten Akteure eng miteinander zu vernetzen.“

Die Diskussion machte zugleich deutlich, dass Bevölkerungsschutz nicht allein von der Zahl der verfügbaren Einsatzkräfte abhängt. Aus der praktischen Erfahrung des Katastrophenschutzes wurde darauf hingewiesen, dass bei einer großflächigen Schadenslage selbst umfangreiche Hilfs- und Rettungskräfte nicht jeden Betroffenen unmittelbar erreichen können. Eigenvorsorge und das Wissen darüber, wie man sich in einer Krise richtig verhält, gehören deshalb zu einer
wirksamen Vorbereitung. Gleichzeitig müssen die unterschiedlichen Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen im Ernstfall wirkungsvoll zusammenarbeiten und ihre Fähigkeiten bündeln.

Feuerwehrbereitschaften und größere Einheiten ermöglichen eine koordinierte und auch überörtliche Hilfe. Fallen Strom, Mobilfunk oder andere Kommunikationswege aus, müssen Notfallinformationspunkte eine wichtige Funktion für die Bevölkerung übernehmen.
Die Bundeswehr ist Teil einer funktionierenden Krisenvorsorge. Der Vertreter des Lübecker
Kreisverbindungskommandos machte deutlich, dass bereits vor einer möglichen Krisenlage verlässliche Verbindungen zwischen militärischen und zivilen Stellen notwendig sind.

Verbindungsoffiziere und Reservisten übernehmen dabei eine wichtige koordinierende
Funktion und unterstützen im Bedarfsfall die Abstimmung mit den zuständigen Stellen vor Ort.
Für die CDU-Bürgerschaftsfraktion folgt ein klarer politischer Auftrag: Lübeck muss seine
Krisenvorsorge konsequent weiterentwickeln. Dazu gehört, kritische Infrastruktur stärker in den
Blick zu nehmen, Verantwortlichkeiten zwischen Stadt, Land und Bund klar zu definieren und
bestehende Strukturen für den Ernstfall weiter zu stärken.

Ebenso wichtig ist es, die Bevölkerung darüber zu informieren, wie sie selbst vorsorgen und sich in einer Krisensituation
richtig verhalten kann. „Die Diskussion hat sehr deutlich gezeigt, an welchen Stellen wir auch kommunalpolitisch genauer hinschauen müssen. Wir wollen die Erkenntnisse deshalb in unsere politische Arbeit aufnehmen und konkret prüfen, wo Lübeck seine Vorsorge weiter verbessern kann. Gute Krisenvorsorge beginnt nicht im Ernstfall, sondern lange davor“, erklärt Jochen Mauritz abschließend

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