Politik & Wirtschaft

Rentenreform: ZVG begrüßt Reformwillen – warnt jedoch vor zusätzlicher Belastung

(ZVG) Anlässlich der heutigen Befassung des Koalitionsausschusses mit der geplanten Rentenreform begrüßt der Zentralverband Gartenbau (ZVG) grundsätzlich den Willen der Bundesregierung, notwendige Reformen nun endlich anzugehen.

„Dass die Bundesregierung die Rentenpolitik endlich aktiv angeht, ist überfällig. Der Reformstau der vergangenen Jahre muss aufgelöst werden“, erklärt ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer.

Gleichzeitig macht Fleischer deutlich, dass die geplanten Maßnahmen mit Augenmaß umgesetzt werden müssen.

Kritisch sieht der ZVG insbesondere die vorgesehene faktische Einschränkung geringfügiger Beschäftigung auf bestimmte Personengruppen wie Schülerinnen und Schüler. Damit würde das bewährte Modell der sogenannten 603-Euro-Kräfte erheblich eingeschränkt.

„Diese Beschäftigungsform ist für gartenbauliche Betriebe unverzichtbar, um saisonale Arbeitsspitzen flexibel abzufedern. Eine Einschränkung würde zwangsläufig zu einem Rückgang dieser Arbeitskräfte führen – mit direkten negativen Folgen für die Betriebe“, betont der ZVG-Generalsekretär.

Ebenso kritisch bewertet der ZVG die geplante Verpflichtung der Arbeitgeber, Beiträge in eine kapitalgedeckte Zusatzrente zu leisten. Eine solche Zwangsverpflichtung erhöht die Lohnnebenkosten und verteuert den Faktor Arbeit erneut.

Der ZVG appelliert an die Bundesregierung, die weiteren Beratungen im Koalitionsausschuss zu nutzen, um praxisgerechte Lösungen zu entwickeln.

„Die Rentenreform darf nicht zu Lasten der Betriebe gehen. Notwendig sind ausgewogene Ansätze, die sowohl die soziale Absicherung stärken als auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen erhalten“, so Fleischer abschließend.

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