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Bargfeld-Stegen nach Unwetter im Ausnahmezustand: Orkanartige Windböen verursachen erhebliche Schäden

Nach einer Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes am Samstagabend bestätigte sich die Lage schnell: Ab 18:24 Uhr gingen erste Notrufe bei der Integrierten Regionalleitstelle Süd (IRLS) ein. Aufgrund einer extremen Unwetterlage mit starken Windböen wurden in Bargfeld-Stegen zahlreiche Bäume entwurzelt bzw. umgeknickt. Vermutlich zog eine orkanartige Windhose über Bargfeld-Stegen und verursachte massive Schäden. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt oder zerstört, Straßen und Grundstücke waren von Ästen blockiert und auch landwirtschaftliche Flächen wurden durch das Unwetter beschädigt.

Da ein Baum drohte auf ein Wohnhaus zu stürzen, mussten sich die Bewohner vorsorglich in Sicherheit bringen. Ein herabfallender Baum streifte ein weiteres Wohnhaus nur knapp. Die Energieversorger waren zur Beurteilung der Vorgehensweise bei Strom- und Wasserversorgung vor Ort.
Zur Bewältigung der Lage waren mehr als 100 Einsatzkräfte stundenlang mit schwerem Gerät bis spät in die Nacht vor Ort im Einsatz, um die Folgen des Unwetters zu beseitigen. Neben mehreren Feuerwehren kamen unter anderem auch die Drehleitern aus Bargteheide, Ahrensburg und Bad Oldesloe sowie das Technische Hilfswerk mit einem Fachberater und der Bergungsgruppe zum Einsatz.

Sowohl in der Ortsdurchfahrt als auch in den Seitenstraßen im Bereich der Bundesstraße B75 sowie außerorts sind zahlreiche Schadenslagen entstanden. Es sind nach aktuellem Stand schätzungsweise ca. große 70 Bäume komplett entwurzelt oder abgeknickt worden. „Es handelt sich hier um einen besonderen Ausnahmezustand. Durch längere Aufräumarbeiten bleibt die Durchfahrt der B75 noch mehrere Tage komplett gesperrt, um weitere Schäden durch herabfallende Äste und Baumteile zu verhindern.

In den Folgetagen erfolgen weitere Alarmierungen der Feuerwehr Bargfeld-Stegen durch die Integrierte Regionalleitstelle Süd (IRLS), um die Aufräumarbeiten fortzusetzen. Mithilfe von Teleskopmaststaplern und Spezialtechnik von Fachbetrieben wurden außerdem weitere beschädigte und gefährliche Bäume zurückgeschnitten. Bei hochsommerlichen Temperaturen bedeutete dies für die Einsatzkräfte einen besonders schweißtreibenden Einsatz.

Um das gesamte Ausmaß der Schäden zu dokumentieren und einen Überblick über die betroffenen Bereiche zu erhalten, wurde zudem die Drohne der Technischen Einsatzleitung (TEL) angefordert. Die Vollsperrung der Kayhuder Straße (B75) bleibt bis zum Abschluss der Sicherungs- und Aufräumarbeiten bis Freitag, 03.07.2026 vollständig bestehen und wird erst nach fachkundiger Begutachtung durch den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein wieder freigegeben.