Toter Schweinswal am Priwallufer angespült
Kadaver wird zur Untersuchung an das Forschungs- und Technologiezentrum Westküste überführt. Am Sonntag wurde am westlichen Ufer des Priwalls entlang der Trave, gegenüber des Skandinavienkais, ein toter Schweinswal (Phocoena phocoena) angespült. Das Tier wies sowohl an der Flanke als auch am Bauch tiefe Fleischwunden auf. Zunächst bestand der Verdacht, dass der Schweinswal in eine Schiffsschraube geraten sein könnte. Nach erster Einschätzung ist jedoch davon auszugehen, dass die Verletzungen durch eine Attacke einer Kegelrobbe (Halichoerus grypus) verursacht wurden.
Der Kadaver wurde durch den Jagdausübungsberechtigten des Priwalls geborgen und zunächst an der Naturwerkstatt Priwall, die zum Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer gehört, zwischengelagert. Am Dienstagabend wurde das Tier von einem Seehundjäger abgeholt. In den kommenden Tagen wird der Schweinswal gemeinsam mit weiteren Totfunden in das Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) in Büsum überführt.
Das FTZ gehört zur Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und ist auf die Untersuchung von Meeressäugern spezialisiert. Dort wird der Schweinswal seziert und wissenschaftlich untersucht, um die genaue Todesursache festzustellen.
Seehundjäger sind vom Land Schleswig-Holstein offiziell bestellte und ehrenamtlich tätige Jagdaufseher. Sie übernehmen eine zentrale Rolle im regionalen Meeressäugermanagement. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die Versorgung verletzter Jungtiere, das Erlösen schwerverletzter Tiere sowie das Bergen und Erfassen von Totfunden. Für diese Tätigkeit sind ein gültiger Jagdschein sowie regelmäßige Schulungen und Fortbildungen erforderlich.
Werbung:
Bitte Spenden Sie für die Fides Humanitas Stiftung!
