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Umfassendes Sicherheitskonzept am ZOB und Bahnhofsumfeld Lübeck zeigt Wirkung – SPD-Fraktion begrüßt ganzheitlichen Ansatz aller

23. April 2026, Lübeck: Ist der Lübecker ZOB ein Kriminalitätsschwerpunkt? Muss man sich ängstigen, wenn man dort reist? Und hat das bisherige Sicherheitskonzept noch Bestand? Unter anderem mit diesen Fragen hat sich der Ausschuss Umwelt, Sicherheit und Ordnung in der jüngsten Sitzung gemeinsam mit der Polizei befasst.

„Ein Unbehagen verspüren viele Menschen, wenn sie den ZOB und seine Umgebung nutzen – deshalb haben wir um die Beantwortung konkreter Fragen gebeten“, erklärt Frank Zahn, Fachsprecher für Sicherheit, Ordnung & EBL der SPD-Bürgerschaftsfraktion.

Der ZOB und der Bahnhofsbereich sind täglich Anlaufstelle für viele tausend Reisende und gleichzeitig Treffpunkt von Menschen unterschiedlichster Herkunft. Leider dienen diese Orte auch als Schauplatz des Drogenhandels – die gute Erreichbarkeit mit Bus und Bahn begünstigt diesen Missstand.

Die Polizei berichtete im Ausschuss von einem gemeinschaftlichen und zielorientierten Vorgehen: Sicherheitsthemen werden gemeinsam mit der Bundespolizei, dem Ordnungsamt Lübeck, der AWO sowie der Diakonie Nord-Nord-Ost besprochen und abgearbeitet.

Ergänzt werden diese Maßnahmen durch den reaktivierten Präventionsrat der Hansestadt Lübeck, der sich gezielt mit der Sicherheit im öffentlichen Raum befasst. Darüber hinaus finden regelmäßige Kontrollen nach dem Waffengesetz durch Kräfte der Polizeien und des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) statt.

Rechtlich ist der ZOB und sein direktes Umfeld für die Polizeidirektion Lübeck eine besondere Örtlichkeit gemäß §181 des Schleswig-Holsteinischen Landes-Verwaltungsgesetzes. Dies ermöglicht unter anderem Personalienfeststellungen auch ohne konkreten Anfangsverdacht. Zusätzlich erfolgen regelmäßige Bestreifungen – sowohl in Uniform als auch in Zivil. Auf Grundlage der Erkenntnisse aller beteiligten Akteure wird fortlaufend eine Lagebeurteilung vorgenommen und werden geeignete Maßnahmen abgestimmt.

Das klare Fazit: Ein objektiver Grund zur Ängstigung besteht aus Sicht der Polizei nicht.

„Wohltuend nehmen wir zur Kenntnis, dass die vollzogenen Maßnahmen zum Abbau von Angsträumen gegriffen haben“, so Dr. Marek Lengen von der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Die Verbesserung der Beleuchtung sowie das Freischneiden von Grünflächen hätten spürbar zur Aufwertung des Umfelds beigetragen.

Die SPD-Fraktion bedankt sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und unterstützt ausdrücklich alle politischen Maßnahmen, die Sicherheit erzeugen – insbesondere das geplante gemeinsame Präventionskonzept mit allen Anrainern des ZOB.