Erfolgreicher WeltWeitWissen-Kongress geht nach drei erlebnisreichen und spannenden Tagen zu Ende
Fotos zur freien Verfügung · Vom 14.-16.09.2026 fand der Bundeskongress zum Globalen Lernen in den media docks in Lübeck statt. Der WeltWeitWissen-Kongress fand unter dem Motto „Leben am Meer – Global und Lokal“.Martin Weber, Geschäftsführer von Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V.: „Als Bundesland zwischen den Meeren war für uns von Anfang an klar, dass wir Meer, Wasser und Ozeane beim Kongress thematisieren wollen. Wir haben darauf aufmerksam gemacht, dass wir überall lokal etwas verändern können, was globale Auswirkungen hat.“
Zum Kongress kamen über 300 Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet sowie eine Delegation aus Papua-Neuguinea und Kolumbien und Nicaragua. Sie berichteten, welche Auswirkungen der Klimawandel und Meeresschutz bei ihnen vor Ort hat.
Nicole Gifhorn von Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein und Programmleitung des WeltWeitWissen-Kongresses: „Im Globalen Lernen wollen wir Menschen ermutigen, sich für globale Gerechtigkeit einzusetzen. Meeresschutz und Klimaschutz geht uns alle etwas an, das haben die Delegationen aus Lateinamerika und Papua-Neuguinea gezeigt: Unser Verhalten hier, hat direkte Auswirkungen auf ihre Lebensbedingungen vor Ort.“
In den letzten Tagen präsentierte der Kongress über 30 Workshops und Exkursionen in Lübeck und Umgebung. Bei einem Panel zu maritimer Sicherheit am letzten Kongresstag gab es hitzige Diskussionen.
Ein besonderes Highlight war die Seekuh als maritimes Müllabfuhrschiff vom Verein One Earth One Ocean. Die Seekuh konnte nicht nur besichtigt werden, sondern die Teilnehmenden konnten vor Ort ausprobieren, wie die Seekuh im Einsatz funktioniert. Zudem konnte in einem nachgestellten Labor Mikroplastik untersucht werden.
Dafür haben Teilnehmende aus der Trave Wasserproben geholt. Am Abend des zweiten Kongresstages bot die Meermanege eine beeindruckende Akrobatikshow zum Thema Meeresschutz. Ihre Aufführung trägt den Titel „Zwischen Wellen und Wandel“.

Der letzte Kongresstag begann mit der Preisverleihung des Jugendwettbewerbs „Nextgen Ocean City“. Der Saal war am Mittwoch gefüllt mit Schüler*innen, die am Wettbewerb teilgenommen haben. Schüler*innen konnten im Vorfeld für diesen Wettbewerb digitale Plakate einreichen für ihre Ideen für die Meeresschutzstadt Lübeck.
Unter der Leitfrage „Was braucht Lübeck als Meeresschutzstadt“ kamen viele spannende Ideen zusammen. Die Teilnehmenden des Kongresses konnten an den ersten zwei Tage für die Plakate abstimmen, diese waren in einer Galerie aufgestellt. Gewonnen haben „Seegras für Lübeck“ von der Oberschule zum Dom Hansestadt Lübeck. Vier Schüler kamen auf die Bühne und nahmen den Preis „Ein Ticket für die Nordischen Filmtage sowie den Infinity Dom entgegen.
Dieser wurde überreicht von Susanne Kasimir, der Geschäftsführerin und Leiterin der Nordischen Filmtage Lübeck. Platz 2 hat„Seesternchen“ vom Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium belegt, allerdings war diese Gruppe nicht anwesend. Den 3. Platz haben „Die vier Seegurken“ vom Gymnasium Ernestinenschule belegt und ebenfalls Tickets für die Nordischen Filmtage Lübeck erhalten.
Melanie Bernhard, Organisatorin des Kongresses von Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein: „Ich freue mich über das Engagement der Schüler*innen. Es zeigt, dass junge Menschen etwas verändern wollen und nur vor guten Ideen sprudeln.“
Bernhard ergänzt über den Kongress insgesamt: „Wir freuen uns, dass so viele Menschen auf dem Kongress zusammengekommen sind, unterschiedliche Perspektiven vertreten waren, Menschen Kontakte geknüpft haben und neue Netzwerke entstanden sind. Von diesen Strukturen werden wir und vor allem der Meeres- und Klimaschutz profitieren.“
Am Ende des WeltWeitWissen-Kongresses ist es Tradition den Staffelstab an das nächste austragende Landesnetzwerk zu übergeben. Leider konnte sich noch kein Bundesland finden, wodurch der Stab vom Geschäftsführer von Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein, Martin Weber, persönlich in Berlin an die agl – die Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Landesnetzwerke übergeben wird. Diese müssen nun innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Austragungsbundesland finden.
Martin Weber scherzt: „Wenn sich kein anderes Landesnetzwerk findet, können wir uns doch glatt vorstellen WeltWeitWissen 2028 wieder in Schleswig-Holstein stattfinden zu lassen.“
„Was wir versprechen: Wir werden die Ergebnisse des WeltWeitWissen-Kongresses in unseren bundesweiten Kontext einspeisen und in die Arbeit aller Eine-Welt-Landesnetzwerke einfließen lassen,“ ergänzt Weber ernsthaft.
Für weitere Fragen oder Interviews stehen wir gerne zur Verfügung.
