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Ausstellungserweiterung zur Cap Arcona Tragödie im Museum in Pönitz eröffnet

Im Museum für Regionalgeschichte in Pönitz ist jetzt eine neue Ausstellung zu sehen: „Cap Arcona – 3. Mai 1945: Die Tragödie der KZ-Schiffe in der Lübecker Bucht“.

Die tragischen Ereignisse der letzten Kriegstage im Mai 1945 sind vielen Ostholsteiner Anwohnern rund um die Lübecker Bucht auch nach über 80 Jahren noch gegenwärtig. Einige ältere Menschen können sich noch an den Beschuss der Häftlingsschiffe vor Neustadt und Haffkrug erinnern. Sie sahen die Schiffe brennen, dann die Wracks in der Bucht liegen.

Sie beobachteten die Fahrt der britischen Militärfahrzeuge durch Scharbeutz Richtung Neustadt am 3. Mai. Und sie lebten danach mit den Folgen dieser Tragödie, als immer wieder Leichen an den Strand geschwemmt wurden.


Viele Menschen haben allerdings auch noch nie etwas von der Tragödie der „Cap Arcona“ gehört. Das Team des Regionalmuseums hat deshalb diese Ausstellung konzipiert, um an die Ereignisse zu erinnern und darüber zu informieren.

Der Schwerpunkt liegt auf Berichten von Zeitzeugen, die erzählen, was sie erlebt und gesehen haben: Einwohner von Scharbeutz und Neustadt, Häftlinge auf den bombardierten Schiffen, die das Inferno überlebt haben, britische Soldaten, die am 3. Mai dabei waren.

Das Team des Regionalmuseums hat dazu einen Film mit historischen Aufnahmen zusammengestellt
und eine Hörstation mit Originaltondokumenten der Zeitzeugen eingerichtet. In Vitrinen liegen originale Fundstücke der untergegangenen Schiffe. Diese Ausstellung macht das damals Geschehene erschreckend deutlich.

Das Museum für Regionalgeschichte in der Lindenstraße 23 in Pönitz ist jeweils am Dienstag von 15 bis 18 Uhr und am Sonnabend und Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Besuche und Führungen für Gruppen und Schulklassen außerhalb der Öffnungszeiten kann man per Mail unter museum@museum-scharbeutz.de vereinbaren.

Foto: © Verein für Regionalgeschichte