Heiße Suppe, Kleidung und aggressive Störer: Großer Einsatz mit Hindernissen für die Fides Humanitas Stiftung am Klingenberg
Foto: R. Lechner/W. Freywald · Text (TBF und KI unterstützt) · Beim Zeltaufbau der Fides Humanitas Stiftung am Lübecker Klingenberg staunten die Helferinnen und Helfer am vergangenen Sonnabend nicht schlecht, als der Vorstand einen 30-Liter-Thermotopf mit heißer Suppe aus dem Wagen zauberte. Am Nachmittag zuvor hatte er bereits kiloweise Kartoffeln, Gemüse, Nudeln und Fleischwurst eingekauft, alles in stundenlanger Arbeit kleingeschnippelt und in einem riesigen 33-Liter-Topf fast gar gekocht.Am frühen Samstagmorgen wurde die Suppe fertig gekocht, abgeschmeckt und heiß umgefüllt. Vorstand Oliver Siemsen freute sich, den bedürftigen Menschen auf dem Klingenberg so eine nahrhafte, warme Mahlzeit zur Verfügung stellen zu können. Nachdem alle Anwesenden am Zelt versorgt waren, zog er mit einem Bollerwagen weiter durch die Lübecker Innenstadt bis zum Bahnhof, um die leckere Speise zu verteilen. An jedem Haltepunkt bedankten sich die Menschen herzlich für diese wichtige Unterstützung.
Voller Einsatz am Stand und eine Verteilungsrunde durch die Lübecker City
Während die Suppe in der Stadt verteilt wurde, hatten die am Zelt verbliebenen Helfer alle Hände voll zu tun. Sie kümmerten sich um die Ausgabe von warmer Kleidung, betreuten den Informationstisch, führten viele tiefgründige Gespräche und beantworteten zahlreiche Fragen. Leider verlief der Einsatztag nicht völlig reibungslos, da zwei Besucher des Standes völlig aus dem Rahmen fielen und sich den Helfern gegenüber äußerst unfreundlich verhielten.
Der Stiftungsvorsitzende Wolfgang Freywald musste in einer brenzligen Situation am Zelt direkt eingreifen, als ein stark alkoholisierter und bekiffter Mann mit seinem Hund auftauchte. Nachdem der Mann ein Zelt aus Spenden erhalten hatte, forderte er zusätzlich einen blauen Schlafsack, der jedoch bereits für einen anderen Bedürftigen reserviert war.

Pöbeleien im Zelt und handfeste Auseinandersetzungen auf dem Platz
Auf die Absage hin schlug die Stimmung des Mannes sofort um. Er brüllte den Vorsitzenden an, beschimpfte ihn als Drecksack und stellte lautstark dessen christliche Nächstenliebe infrage. Wolfgang Freywald nahm ihm daraufhin den Schlafsack ab und verwies ihn des Zeltes. Durch ein besonnenes, aber bestimmtes Auftreten drängte er den Störer aus dem Zelt und ließ die Situation trotz des bellenden Hundes nicht weiter eskalieren.
Kurz darauf kam es direkt gegenüber dem Zelt zu einem weiteren Vorfall, als eine laut keifende Frau plötzlich mit ihrer Tasche auf einen Mann einschlug und daneben eine Frau mit schwarzen Haaren und Zopf offen mit Drogen dealte . Auch hier ging der Vorsitzende sofort dazwischen, trennte das mutmassliche Paar erfolgreich und bewegte den Mann dazu, die Szene einfach zu verlassen. Als schäbigste Erfahrung mussten die sehr betroffenen Helfer erleben, als ein zugekiffter Randalierer am Zelt schrie: „Euch sollte man alle vergasen!“
Bedingungslose Hilfe bleibt trotz aller Schwierigkeiten das wichtigste Ziel
Trotz dieser unschönen und anstrengenden Zwischenfälle ziehen die Verantwortlichen ein durchweg positives Fazit aus der Aktion. Koordinator Ronald Lechner betonte nach dem Einsatz, dass der Tag einmal mehr gezeigt habe, wie unverzichtbar die Arbeit der Stiftung für die Gemeinschaft ist.
Die bedingungslose Hilfe für Menschen in Not steht für die Organisation an oberster Stelle. Denn Armut geht die gesamte Gesellschaft an, und nur gemeinsam ist man stark genug, um den schwächsten Mitmenschen in schwierigen Zeiten zur Seite zu stehen.
