Besondere NeuigkeitenLübeck LupePolitik & Wirtschaft

Lübeck: Haushalt 2027: Planungsdaten liegen vor

Foto: Rathaustürme Lübeck_HL · Einnahmen und Ausgaben wachsen gleichermaßen – Planung bleibt konstant –Entscheidung trifft die Bürgerschaft am 24. September 2026. Bürgermeister Jan Lindenau legt bereits jetzt die Grundlage für das Haushaltsplanverfahren 2027. Im Interaktiven Haushalt der Hansestadt Lübeck stehen die Planzahlen online unter www.luebeck.de/haushalt zur Verfügung.

„Leider bewegt sich die Hansestadt Lübeck wie nahezu alle Städte und Gemeinden in Deutschland in finanziell rauer See. Trotz vieler öffentlichkeitswirksamer Hinweise wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Kommunen nicht so weit erleichtert, dass ein ausgeglichener Haushalt zumindest am Horizont sichtbar wäre.

Die Kommunen leisten einen zentralen Beitrag zum Funktionieren unserer Demokratie und für ein stabiles Gemeinwesen. Solange von allen öffentlichen Steuereinnahmen die Städte und Gemeinden in Deutschland einen Anteil von nur etwa 14 Prozent erhalten, aber 25 Prozent aller öffentlichen Ausgaben sicherstellen sollen, ist die Misere der Kommunen aus eigner Kraft nicht zu lösen.“ erläutert Bürgermeister Jan Lindenau

„Wir schaffen es, das Defizit auf das Niveau des Vorjahres zu begrenzen – trotz steigender Ausgaben. Mit der digitalen Veröffentlichung der Haushaltsplanung stellen wir den Gremien und der interessierten Öffentlichkeit nun frühzeitig und transparent die finanzielle Lage dar, und bilden damit die Grundlage für die den weiteren Diskurs.“ so Bürgermeister Jan Lindenau weiter.

Der Haushalt 2027 sieht Aufwendungen von 1,38 Milliarden Euro sowie Erträge von 1,22 Mrd. Euro vor. Die Planung führt damit wie die Verwaltungsvorlage des letzten Jahres zu einem Defizit von 162 Millionen Euro.

In Abstimmung mit der Kommunalaufsicht werden die Sparbemühungen fortgesetzt. Über die Maßnahmen des Haushalts 2026 wird der jeweilige Stand in den Quartalsberichten dargestellt, für 2027 fortgeführt und erweitert. Für die Finanzierung von Investitionen kann erstmalig auf das Sondervermögen des Bundes zugegriffen werden.

Dieses erleichtert die notwendigen Investitionen insbesondere in Schulen und Kitas, die auch im kommenden Jahr weiterhin einen Schwerpunkt bei den Investitionen darstellen.

„Das Sondervermögen ermöglichst uns weiterhin notwendige Investitionen in die öffentliche Infrastruktur auf hohem Niveau der Vorjahre zu halten, schafft aber leider keinen Spielraum für neue Projekte und Vorhaben aufgrund der allgemein schwierigen Haushaltslage, die uns weiterhin zu sparsamen Handeln zwingt. Dennoch tätigen wir weiterhin wichtige Investitionen für die zukunftsorientierte Stadtentwicklung.“ so Bürgermeister Jan Lindenau.

Die finale Entscheidung über den Haushalt trifft die Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 24. September 2026. Zuvor beraten alle Fachausschüsse ab 20.08.2026 den Haushaltsentwurf.

Mittlerweile liegt der Jahresabschluss des Haushaltes für das Jahr 2025 vor. Der genehmigte Haushaltsplan 2025 wies in der Planung einen Fehlbetrag in Höhe von 86,4 Mio. Euro aus. Nach nun vorliegender Endabrechnung konnte ein leicht besseres Ergebnis mit einem Fehlbetrag von rund 83,8 Mio. Euro erreicht werden.