Parknot lindern statt Grünstreifen bewachen: FDP fordert mehr Eifer bei der Schaffung von Parkraum
Die Lübecker Verwaltung hat kürzlich in einem Pressetermin das Verbot des Parkens auf einem Grünstreifen in der Elsässer Straße beworben. Die FDP vermisst jedoch einen vergleichbaren Eifer bei der Schaffung von dringend benötigtem Parkraum in der Hansestadt. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der FDP, Thorsten Fürter:„Das Parken auf Grünstreifen sollte keine Glaubensfrage sein. Wenn Bäume als besonders schutzbedürftig angesehen werden, kann ein solches Verbot im Einzelfall gerechtfertigt sein. Als Blaupause für alle Grünstreifen in der Stadt taugt das Modell in der Elsässer Straße jedoch nicht. Dafür ist die Parknot in Lübeck schlicht zu groß.
Umso wichtiger ist, dass die Stadt endlich Tempo bei der Modernisierung der Parkraumversorgung macht. Die Bürgerschaft hat mit Unterstützung meiner Fraktion mehrfach Initiativen beschlossen, die die Parknot lindern sollen: Ob es um neue Quartiersgaragen, die Einführung von Anwohnerparkzonen oder den Neubau von Parkhäusern geht.
Die Bürgerschaft hat konkrete Beschlüsse getroffen, die den Weg weisen. Ich wünsche mir von der Verwaltung künftig bei der Schaffung von mehr Parkraum denselben Eifer, den sie beim Schutz der Grünstreifen an den Tag legt. Denn wenn der Parkraum modernisiert und behutsam ausgeweitet wird, muss niemand mehr auf Grünstreifen ausweichen und die Bäume sind ganz automatisch geschützt.
Den vollen Einsatz der Verwaltung wünsche ich mir auch bei der Umsetzung unseres Antrags zur Nutzung der Digitalisierung. Es kann nicht sein, dass Parksensoren in Lübeck zwar genutzt werden, um Falschparker zu überführen, die Nutzung dieser Technik zur Anzeige freier Parkflächen auf der Straße aber tabu sein soll.
Auch die Nutzung freier gewerblicher Parkflächen, etwa von Supermärkten außerhalb der Geschäftszeiten, ist ein Konzept, das mit Unterstützung der Verwaltung dringend in Lübeck ankommen sollte.“








