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Später Ausgleich in der Nachspielzeit: VfB Lübeck spielt 1:1 gegen HSC Hannover

Der VfB Lübeck muss sich am achten Spieltag der Regionalliga Nord mit einem 1:1 (0:0) gegen den Hannoverschen SC begnügen. Vor 1.940 Zuschauern auf der Lohmühle sahen die Grün-Weißen nach dem Führungstreffer von Joel Chinaemerem Amadi in der 83. Minute lange wie der Sieger aus, ehe Jonas Röhrbein in der vierten Minute der Nachspielzeit noch zum Ausgleich für die Gäste traf.Im Vergleich zum vergangenen Sonntag, als der VfB bei Eintracht Norderstedt ebenfalls 1:1 gespielt hatte, nahm Trainer Kevin Rodewald eine Veränderung in seiner Startelf vor. Neuzugang Elario Ghassan, der in Norderstedt bereits als Einwechselspieler zum Einsatz gekommen war, rückte erstmals von Beginn an in die Mannschaft. Für ihn nahm Emmanuel Appiah zunächst auf der Bank Platz.

Bei sonnigem und mildem Wetter entwickelte sich auf der Lohmühle eine ausgeglichene Anfangsphase. Die Gäste aus Hannover hatten nach sechs Minuten die erste nennenswerte Offensivaktion, doch Joel Chinaemerem Amadi warf sich in einen Schussversuch von HSC-Kapitän Marcel Langer. Kurz darauf sorgte der VfB erstmals für Gefahr: Eine flache Hereingabe von Jonas Dittrich wurde zunächst von der HSC-Defensive geklärt, Bjarne Pfundheller setzte nach und eroberte den Ball zurück. Die anschließende Situation konnten die Gäste jedoch ebenfalls bereinigen.

Nach 17 Minuten gab es den ersten Freistoß für den VfB aus aussichtsreicher Position. Marvin Thiel brachte den Ball in Richtung Tor, doch HSC-Schlussmann Bastian Fielsch war mit der Faust zur Stelle. Wenig später holten die Gastgeber ihre erste Ecke heraus, aus der allerdings keine weitere Gefahr entstand. Hannover antwortete seinerseits mit einem Eckball, den die Lübecker aufmerksam verteidigten.

In der 20. Minute kam Jonas Dittrich nach einer guten Situation zum Abschluss, setzte seinen Distanzschuss jedoch knapp am Tor vorbei. Zwei Minuten später war erneut Hannover nach einem Eckball gefährlich, doch auch diese Standardsituation überstand der VfB unbeschadet.

Nach einer halben Stunde schien der VfB erstmals zu jubeln. Fabian Istefo traf mit einem Distanzschuss, doch der Treffer wurde nicht anerkannt, weil dem Abschluss ein Handspiel vorausgegangen war. Kurz darauf war wieder HSC-Torhüter Bastian Fielsch gefordert. Nach einem Freistoß von Marvin Thiel parierte er einen anschließenden Kopfball. In der 33. Minute kam Selim Ajkic nach einer Hereingabe zum Abschluss, setzte den Ball jedoch neben das Tor.

Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte weiterhin den Grün-Weißen. Nach einem weiteren Freistoß von Thiel traf Selim Ajkic per Kopf, stand dabei allerdings im Abseits. Wenig später konnte Fielsch einen weiteren Kopfball nach einer Thiel-Hereingabe parieren. Damit ging es torlos in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst offen. Hannover kam in der 49. Minute zu einer weiteren Ecke, die die VfB-Defensive konzentriert verteidigte. Kurz darauf gab es eine Verwarnung für VfB-Sportvorstand Hanno Behrens, der sich an der Seitenlinie offenbar zu lautstark über eine Schiedsrichterentscheidung beschwert hatte.

Der VfB versuchte anschließend, wieder mehr Druck in Richtung HSC-Tor zu entwickeln. Nach einer Ecke von Marvin Thiel entstand in der 55. Minute ein weiterer Eckball, auch dieser wurde von den Gästen geklärt. Kurz darauf folgte bereits der zweite Wechsel bei den Grün-Weißen: Für Elario Ghassan kam Tom Kankowski in die Partie.

Hannover blieb jedoch gefährlich. Paul Wegner kam in der 59. Minute zum Abschluss, setzte den Ball aber am Tor vorbei. Zwei Minuten später sah Marvin Thiel nach einem Foulspiel die Gelbe Karte. Beim HSC kam anschließend Mehmet Özün für Amoro Diedhiou ins Spiel.

In der 67. Minute ergab sich für den VfB eine gute Möglichkeit: Colin Ulrich spielte Fabian Istefo frei, doch HSC-Torwart Bastian Fielsch war einen Schritt schneller und nahm den Ball auf. Kurz darauf setzte sich Dardan Karimani aus der Distanz in Szene, sein Schuss flog allerdings über das Tor.

Nach 71 Minuten reagierte Kevin Rodewald erneut und brachte Emmanuel Appiah für Colin Ulrich. Auch Hannover wechselte doppelt: Nick Bode kam für Finn Hoffmann, Jonas Röhrbein ersetzte Denis Vukancic. Wenig später wurde die Partie kurz unterbrochen, nachdem Dardan Karimani und Yannik Pohlmann bei einem Kopfballduell mit den Köpfen zusammengestoßen waren. Beide konnten nach der Behandlung weiterspielen.

Mit zunehmender Spieldauer wurde der VfB wieder gefährlicher. Nach zwei Eckbällen hintereinander kam Joel Chinaemerem Amadi an den Ball. Wenig später zog Marvin Thiel mit einem strammen Schuss ab und zwang Bastian Fielsch zu einer Parade. Die Grün-Weißen drängten nun auf die Führung.

In der 80. Minute nahm Rodewald seinen letzten Wechsel vor und brachte Luis Coordes für Dardan Karimani. Hannover wechselte ebenfalls noch einmal und schickte Finn Straube für John Michael Hernandez Ferreras auf den Platz. Drei Minuten später durfte die Lohmühle schließlich jubeln.

Nach einem Angriff der Grün-Weißen landete der Ball bei Joel Chinaemerem Amadi, der in der 83. Minute zum 1:0 traf und den VfB damit in der Schlussphase in Führung brachte. Hannover reagierte unmittelbar und brachte Evren Serbes für Yannik Pohlmann.
Die Gäste warfen nun alles nach vorne, während der VfB auf die Entscheidung lauerte.

Marvin Thiel versuchte es nach einer Balleroberung noch einmal aus der Distanz, sein Schuss ging jedoch vorbei. In der 87. Minute hatte Luis Coordes die große Chance, den Deckel draufzumachen. Er erkannte, dass HSC-Torhüter Bastian Fielsch weit vor seinem Tor stand, versuchte ihn mit einem Heber zu überwinden, setzte den Ball aber über das Tor.

Und so blieb Hannover im Spiel. In der 91. Minute wurde Lukas Dominke verwarnt. Zwei Minuten später parierte Bastian Fielsch einen Schuss von Emmanuel Appiah. Dann kam die vierte Minute der Nachspielzeit.

Jonas Röhrbein, der in der 71. Minute eingewechselt worden war, erzielte den späten Ausgleich für die Gäste. Der VfB hatte die Führung bis unmittelbar vor dem Abpfiff verteidigt, musste den Treffer aber noch hinnehmen. Torwarttrainer Lukas Oden sah nach dem Gegentor wegen einer offenbar zu lautstarken Beschwerde die Gelbe Karte. Wenig später zeigte Schiedsrichter Jannik Weinkauf Oden nach dem Schlusspfiff sogar noch die Gelb-Rote Karte.
Somit endete die Partie 1:1.