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VfB Lübeck zieht souverän ins SHFV-Lotto-Pokal-Halbfinale ein

Der VfB Lübeck steht im Halbfinale des SHFV-Lotto-Pokals. Die Grün-Weißen setzten sich am Samstagabend beim ambitionierten Oberligisten Heider SV verdient mit 3:0 (1:0) durch und machten damit den nächsten Schritt in Richtung Halbfinale. Vor allem die Effizienz vor dem Tor machte letztlich den Unterschied, denn die Gastgeber hielten die Partie über weite Strecken offen und verlangten der Mannschaft von Kevin Rodewald alles ab.

Intensiver Pokalfight ohne Klassenunterschied
Bei sommerlichen Bedingungen entwickelte sich auf dem gut gepflegten Naturrasen im Stadion an der Meldorfer Straße von Beginn an das erwartet intensive Pokalspiel. Der Heider SV versteckte sich keineswegs und setzte den VfB früh unter Druck. Bereits nach drei Minuten musste Finn Böhmker gegen Mika Kieselbach erstmals stark parieren, ehe die Gastgeber in der neunten Minute nach einem Ballgewinn tief in der Lübecker Hälfte gleich doppelt am glänzend reagierenden Schlussmann scheiterten.

Der VfB brauchte einige Minuten, um sich auf das aggressive Pressing der Dithmarscher einzustellen. Über Standards und die agile linke Seite um Kapitän Marvin Thiel erspielten sich die Grün-Weißen jedoch zunehmend Spielanteile. Nachdem mehrere Eckbälle noch ohne Ertrag geblieben waren, fiel in der 22. Minute die Führung: Felix Mandl setzte sich stark über außen durch und legte den Ball auf Bjarne Pfundheller, der aus der Distanz sehenswert Maß nahm und den Ball zum 1:0 im Heider Tor unterbrachte.

Die Führung brachte jedoch keine Ruhe in die Partie. Heide blieb mutig, während der VfB mehrfach gute Möglichkeiten liegen ließ. Besonders Felix Mandl hätte den Vorsprung ausbauen können, scheiterte jedoch freistehend am Heider Schlussmann. Auf der Gegenseite hatte Lübeck großes Glück, als Mika Kieselbach nach einer Ecke völlig frei zum Kopfball kam und der Ball in höchster Not auf der Torlinie geklärt wurde. Bis zum Halbzeitpfiff blieb das Viertelfinale intensiv und umkämpft, sodass die knappe Lübecker Führung durchaus schmeichelhaft war.

Frühe Vorentscheidung nach Wiederbeginn
Der zweite Durchgang begann optimal für den VfB. Nach einer Ecke herrschte großes Gedränge im Strafraum des Heider SV, ehe Joel Chinaemerem Amadi in der 49. Minute den Ball per Kopf zum 2:0 über die Linie drückte. Das frühe zweite Tor gab den Grün-Weißen deutlich mehr Sicherheit.

Nur zwei Minuten später hätte Felix Mandl beinahe für die endgültige Entscheidung gesorgt. Nach starker Vorarbeit von Daouda Beleme umkurvte der Offensivspieler den Torhüter bereits elegant, setzte den Ball jedoch knapp am Tor vorbei.

Die Gastgeber steckten dennoch nicht auf und kamen weiterhin zu ihren Möglichkeiten. Patrick Storb verfehlte mit einem Freistoß nur knapp das Ziel, ehe Finn Böhmker auch gegen den Kopfball von Mika Kieselbach erneut stark reagierte und seine Mannschaft im Spiel hielt.

In der 66. Minute sorgte der VfB schließlich für die Entscheidung. Erneut war Daouda Beleme entscheidend beteiligt. Sein Abschluss konnte der Heider Keeper zunächst noch parieren, doch Selim Ajkic reagierte am schnellsten und staubte flach zum 3:0 ab.

Clever zu Ende gespielt
In der Schlussphase wechselte Kevin Rodewald kräftig durch und verteilte weitere Einsatzminuten. Heide gab sich trotz des deutlichen Rückstands nicht geschlagen und suchte weiterhin den Weg nach vorne, doch der VfB verteidigte konzentriert und ließ kaum noch klare Torchancen zu. Tom Kankowski hätte kurz vor Schluss sogar noch auf 4:0 erhöhen können, sein Abschluss blieb jedoch ohne Erfolg.

Nach 95 intensiven Minuten beendete Schiedsrichter Steffen Brandt die Partie. Mit einer souveränen Chancenverwertung und einer insgesamt reifen Vorstellung zieht der VfB Lübeck verdient ins Halbfinale des SHFV-Lotto-Pokals ein, auch wenn der engagierte Oberligist aus Heide über weite Strecken eindrucksvoll unter Beweis stellte, warum er zu den stärksten Mannschaften Schleswig-Holsteins zählt.