Abenteuer Ostsee: Wie junge Krebs-Survivors beim Angeln neue Kraft tanken TRAVEMÜNDE
Mit dem Vereinsboot „Prof. Oeftering“ des Eisenbahner-Hochseesportfischer-Vereins (EHSV) hieß es schnell „Leinen los!“ in Richtung Fanggründe. Das Ziel: Scholle, Flunder und Co. an den Haken zu bekommen.
Die Glücksfischer organisieren regelmäßig Events für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Handicap. Über den Verein Lübeck-Hilfe für krebskranke Kinder e.V. entstand der Kontakt zur Akutstation des UKSH. Für Martina Hasselwander vom Sozialen Dienst der Station eine großartige Initiative: „Die Kinder freuen sich einfach darauf, wieder die Dinge tun zu können, die alle anderen Gleichaltrigen auch machen.“
Auch Dr. Martin Demmert, Oberarzt der Kinderonkologie und selbst passionierter Angler, begleitete die Tour. Er betont den hohen Stellenwert solcher Erlebnisse aus medizinischer Sicht: „Die körperliche und seelische Erschöpfung nach einer Krebsbehandlung verlangt nach positiven Nachsorge-Erlebnissen. Solche handfesten Erfolge beim Angeln sind wichtige Meilensteine auf dem Weg zurück in ein normales Leben.“
Am Abend zogen die Organisatoren eine rundum positive Bilanz. Nicht nur die Kinder waren begeistert, auch die Eltern staunten beim Blick in die gut gefüllten Fischeimer nicht schlecht. Mutter Jenny fasste den Tag glücklich zusammen: „Unser Sohn kam so ausgeglichen nach Hause, die Zeit mit den anderen Kindern hat ihm einfach wahnsinnig gutgetan.“
